Viel Lärm um nichts
von William Shakespeare
Deutsch von Marius von Mayenburg
mit einem Monolog von Lisa Wentz
Deutsch von Marius von Mayenburg
mit einem Monolog von Lisa Wentz
Schauspielhaus
Premiere 23. Mai 2026
ca. 2 Stunden, keine Pause
Termine
Mi. 17.06.2026
19.30–21.30
So. 21.06.2026
19.30–21.30
Fr. 26.06.2026
19.30–21.30
TEAM
Regie: Tina Lanik
Bühne und Kostüme: Stefan Hageneier
Musikalische Einrichtung/ Komposition: Cornelius Borgolte
Dramaturgie: Alexander Leiffheidt
Licht: Marcel Heyde
BESETZUNG
Sebastian Kuschmann (Don Pedro/Don John)
Arash Nayebbandi (Benedikt)
Miguel Klein Medina (Claudio)
André Meyer (Boracchio)
Sebastian Reiß (Leonato)
Michael Schütz (Pater Francis)
Annie Nowak (Beatrice)
Nina Wolf (Hero)
Eva Maria Nikolaus (Margaret)
Frauenchor Frankfurt, Chorwerk Frankfurt e.V.
INHALT
Der Krieg ist vorüber. Don Pedro hat den Konflikt für sich entscheiden können. Zurückkehrend aus dem Feld, macht er im Gefolge zweier Offiziere Halt am Hof seines Statthalters Leonato. Augenblicklich verliebt sich einer von ihnen, Claudio, in Hero, die Tochter Leonatos. Der andere, Benedikt, nimmt dagegen das Dauerwortgefecht wieder auf, das ihn mit Heros Cousine Beatrice verbindet: Nichts macht diesen beiden anscheinend mehr Freude, als sich gegenseitig mit scharfer Zunge zu verspotten. Ein Maskenball wird gefeiert, auf dem Don Pedro für Claudio um die Hand Heros bittet. Auch Benedikt und Beatrice sollen endlich miteinander verkuppelt werden. Schon scheint dem doppelten Happy End nichts mehr im Wege zu stehen. Doch Don John, Pedros bitterbösem Halbbruder, ist die ganze Romantik entschieden zuwider. Zusammen mit seinem Gefolgsmann Boracchio schmiedet er eine Intrige, die beinahe alles Glück zunichtemachen wird.
Shakespeares Stück um die Liebe in Zeiten des Krieges wird oft als die erste »Romcom« der Literaturgeschichte gefeiert. Doch die Fragen, die der Text stellt, sind keineswegs leicht zu beantworten: Wo endet der Krieg, wenn der Frieden beginnt? Was (oder wen) lieben wir, wenn wir zu lieben meinen? Tina Lanik zeigt die klassische Komödie als Spiel um die Liebe in bedrohlicher Zeit.
Shakespeares Stück um die Liebe in Zeiten des Krieges wird oft als die erste »Romcom« der Literaturgeschichte gefeiert. Doch die Fragen, die der Text stellt, sind keineswegs leicht zu beantworten: Wo endet der Krieg, wenn der Frieden beginnt? Was (oder wen) lieben wir, wenn wir zu lieben meinen? Tina Lanik zeigt die klassische Komödie als Spiel um die Liebe in bedrohlicher Zeit.
PRESSESTIMMEN
»Mit beeindruckender Konsequenz fokussiert sich Tina Lanik in Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ auf die Verwundungen der gedemütigten Frauenwelt. Und entdeckt am Schauspiel Frankfurt darin jede Menge aktuellen Sprengstoff. […] Trotz bitterer Bestandsaufnahme liefert Lanik spritziges Entertainment, punktet mit Slapstick-Szenen, Selbstironie und Tanzeinlagen zwischen Yoga-Wahn und Maskenball und kann mit Arash Nayebbandi und Annie Nowak zwei Erzkomödianten aufbieten, die sich als Shakespeares verschrobenstes Liebespaar in irrwitzigen Screwball-Scharmützeln verausgaben. […] Nur folgerichtig, dass Hero 400 Jahre nach der Uraufführung jetzt ihr Schweigen brechen darf und sich mit Lisa Wentz‘ klug gefügten Worten an die Männerwelt auf der Bühne und im Publikum wendet: „Es bleibt nur Zweifel – der Zweifel, ob vielleicht noch nie ein Mann eine Frau wirklich geliebt hat.“«
Frankfurter Neue Presse, 26. Mai 2026
»Ästhetisch gesehen ist die Idee (den Fokus auf die Geschlechterrollen zu legen) aufgegangen, wegen dem, was auf der Bühne gezeigt wird. Die ganzen Szenen spielen sich in einem niedrigen Guckkasten ab, der sich ausdehnen und zusammenziehen kann und von einer langen Neon-Röhre umrahmt wird. Das sieht einfach toll aus. Der Bühnenboden ist ein rosa-blaues Schachbrett. Das fand ich auch eine gute Idee, da die Auseinandersetzung mit Geschlecht gleich auf die Bühne übertragen wird. […] Das Bühnenbild von Stefan Hageneier ist eine gute eigene Erzählung der Geschichte. […] Es gibt auch tolle Ensemble-Szenen, wie den Maskenball.«
hr2-Frühkritik, 27. Mai 2026
»In ihrer Inszenierung von "Viel Lärm um nichts" zeigt die Regisseurin Tina Lanik die bittere Wahrheit hinter dem Satz, dass im Krieg und in der Liebe alles erlaubt ist. […] So gelingt Lanik eine Inszenierung, die den Schrecken hinter Shakespeares Witz hervorholt. Wird dabei gerne mal mit der Moralkeule geschwungen, so beeindruckt doch die Forderung nach einer Liebe, die nicht einfach nur die Kehrseite der Gewalt ist.«
nachtkritik.de, 24. Mai 2026
»Am Schauspiel Frankfurt inszeniert sie (Regisseurin Tina Lanik) die Komödie als bitteres Lehrstück über Männer und Frauen. […] Sie (die Inszenierung) übt sich in gebremster Aktualisierung, lässt die boulevardesken Züge des Stücks hervortreten, mit seinen belauschten Gesprächen, die nur für die Lauscher stattfinden, dem Pfarrer, der sich eine Beerdigung als Komödie vorstellen kann, dem fast motivlosen Bösewicht, der krank vor Missvergnügen ist und nach ausgeführter Tat verschwindet.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Mai 2026
»Straff, einfallsreich, schlüssig inszeniert. Und buchstäblich in einen passenden Rahmen gesetzt von Stefan Hageneier (Bühne & Kostüm). […] Eine Komödie, die eigentlich gar nicht so komisch ist, die von der Sprache lebt, und von dem Frankfurter Ensemble […] beeindruckend über die Rampe gebracht wurde. […] Mayenburgs Fassung überzeugt (mich) voll und ganz. Sie präsentiert in unserer Sprache den Geist der Geschichte.«
textor.de, 28. Mai 2026
Du hast wirklich ein sonniges Gemüt.