Tanzende Idioten
von Thorsten Lensing
mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA Apollo Missionen zum Mond
mit Texten von Denis Johnson und Originalzitaten der NASA Apollo Missionen zum Mond
Schauspielhaus
SENSORISCHE REIZE
Wir weisen auf eine vorübergehende Staubentwicklung sowie einen einmaligen Effekt mit hoher Lautstärke zu Beginn des Stücks hin.
TEAM
Text, Regie: Thorsten Lensing
Mitarbeit Regie: Benjamin Eggers-Domsky
Bühne: Gordian Blumenthal, Ramun Capaul
Kostüme: Anette Guther, Nuria Heyck
Dramaturgie: Dan Kolber, Thierry Mousset
Dramaturgische Mitarbeit, Regieassistenz: Anne Inken Bickert
Fotos: Armin Smailovic
Produktionsleitung: Eva-Karen Tittmann, Philip Decker
Technische Leitung: Michael Klatt
Herstellung Bühne: Martina Schulle
Kostümbetreuung Tour: Belinda Masur
BESETZUNG
Sebastian Blomberg, Benjamin Eggers-Domsky, André Jung, Ursina Lardi, Karin Neuhäuser und Willi Kellers (Live-Musik)
INHALT
Goldie tut, was sie am liebsten tut: Sie baut ihr Haus um. Ihre Freude dabei ist ebenso ansteckend wie verstörend, denn Goldie ist schwer krank. Während ihr Kater Apollo auf ihr liegt und schnurrt, spricht sie das aus, was man sonst nie sagt. Plötzlich klingelt es und Goldies frisch verliebter Vater steht mit seiner Geliebten vor der Tür. Vollkommen unerwartet findet sich der vor Glück beinahe platzende Vater am Sterbebett der eigenen Tochter wieder. Er glaubt sich am Anfang, sie weiß sich am Ende. Im Verlauf von »Tanzende Idioten« erlebt das Publikum gemeinsam mit Goldie all das, wovon der Abschied schwerfällt: wilde Kajakfahrten, ausartende Saunabesuche, tanzende Menschen, den Geruch von frischem Holz und vergessene Erinnerungen eines Babys.
Ursina Lardi, Karin Neuhäuser, Sebastian Blomberg, André Jung: Eine Top-Riege von Theater- und Filmschauspieler:innen verkörpert in Lensings großem Theaterabend Überlebende auf dem Weg zur nächsten Katastrophe.
Koproduktion: Berliner Festspiele, Wiener Festwochen, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Kampnagel Internationale Kulturfabrik Hamburg, Schauspiel Stuttgart, Asphalt Festival Düsseldorf, Kurtheater Baden, Theater im Pumpenhaus Münster (Gefördert durch die Kunststiftung NRW) | Mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds Berlin und der Stadt Münster.
Ursina Lardi, Karin Neuhäuser, Sebastian Blomberg, André Jung: Eine Top-Riege von Theater- und Filmschauspieler:innen verkörpert in Lensings großem Theaterabend Überlebende auf dem Weg zur nächsten Katastrophe.
Koproduktion: Berliner Festspiele, Wiener Festwochen, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Kampnagel Internationale Kulturfabrik Hamburg, Schauspiel Stuttgart, Asphalt Festival Düsseldorf, Kurtheater Baden, Theater im Pumpenhaus Münster (Gefördert durch die Kunststiftung NRW) | Mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds Berlin und der Stadt Münster.
PRESSESTIMMEN
»Hier wird absurdes, komisches, existenz-philosophisches Theater inszeniert. Ureigenste Theaterthemen vom Leben, Sterben, der Verwandlung werden mit einer Luftigkeit vorgeführt, wie es nur ein Ensemble dieser Klasse kann. Es ist ein Blick in den Abgrund. Doch vom irren, kindlichen Spiel des Ensembles wird man gehalten, statt in diesen Schlund hineinzustürzen. Ein tröstliches Existenztheater, das tatsächlich zu tanzen beginnt–wenn man es lässt.«
rbb
»Thorsten Lensing hebt seine Schauspieler auf den Thron, die er offenbar mehr zum Spiel befreit, als dass er sie befehligt und dirigiert. Sie danken es ihm mit Treue und bedingungslosem Einsatz.«
Süddeutsche Zeitung
»Der Regisseur Thorsten Lensing ist eine Ausnahmeerscheinung des Theaters. Sein grandioses neues Stück handelt vom Sterben einer Frau–und der Trauer ihres Katers. Je sparsamer die Theatermittel sind, die er einsetzt, desto größer ist die Aufmerksamkeit, die er erregt. Jede Lensing-Premiere wird als Ereignis gefeiert. „Tanzende Idioten“ dauert inklusive Pause drei Stunden, die Darstellerinnen und Darsteller haben viel Zeit, sich grandios zu entfalten–im Tragikomischen. Sterben auf der Bühne darzustellen ist immer riskant, oft wird es peinlich. So berührend wie hiergelingt es selten. Jubel im Saal.«
Die Zeit
»In der schnelllebigen Welt des deutschen Theaters, wo Hunderte von Theatern Dutzende von Produktionen hervorbringen, entwickelt Thorsten Lensing seine Werke schrittweise und in intensiver Zusammenarbeit mit seinen Schauspielern und seinem künstlerischen Team. Seine bedächtige Arbeitsweise macht ihn zu einem seltenen Vertreter dessen, was man als "langsames Theater“ bezeichnen könnte. Eine neue Inszenierung von Lensing ist ein großes Ereignis und das Warten lohnt sich.«
The New York Times
»Der Regisseur Thorsten Lensing und seine Schauspieler betreten das Niemandsland zwischen Dasein und Tod. Wir werden versuchen, daran zudenken, wenn es soweit ist. Drei Stunden dauert der Abend. Es passiert nicht viel, aber in jedem Vorgang, jedem Wort öffnet sich eine Welt. Alles ist dinglich und trocken und hell. Eine unerschrockene Sterbeübung am Rand der Rampe. Frei von Geheimnistuerei. Mutig, weil es nichts zu begreifen gibt. Sondern was? Wir werden sehen.«
Berliner Zeitung

Foto: Armin Smailovic

Foto: Armin Smailovic