Zack. Eine Sinfonie

Ein Soloabend mit Wolfram Koch
Foto: Astrid Karger
Texte von Daniil Charms

Schauspielhaus
TEAM
Regie: Jakob Fedler
Bühne und Kostüme: Dorien Thomsen
Musik: Michael Haves
BESETZUNG
INHALT
Daniil Charms, geboren 1905 in Petersburg, gilt als genialer Humorist. Seine Texte erzählen von den Absurditäten des Lebens und den politischen Verhältnissen seiner Zeit, denen man vielleicht nur mit einem Lachen begegnen kann. Seine Figuren nannte der Kritiker Helmut Schödel einmal »Marionetten des Unsinns« und »ein Fest für geniale Schauspieler«. Mit Wolfram Koch hat der Regisseur Jakob Fedler einen dieser genialen Theaterschauspieler gefunden. In dem Monolog »Zack. Eine Sinfonie« tritt Wolfram Koch als Entertainer, als Clown und als ein Spieler mit Tröte auf, der einfach spielen, tanzen und musizieren muss. Dabei will er sein Publikum vor allem unterhalten und zum Lachen bringen, doch Charms Prosa, Gedichte, Szenen und Dialoge sind immer Texte mit doppeltem Boden. Hinter dem Humor zeigt sich die Verzweiflung, die Not der Figuren. Neben einem Puschkin-Witz steht das Grauen eines totalitären Staates.

Eine Koproduktion des Saarländischen Staatstheaters und des Théâtre National du Luxembourg.

PRESSESTIMMEN
»Auf der Bühne steht knapp neunzig Minuten lang immer nur der Ausnahmeschauspieler Wolfram Koch […]. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Und aus dem Lachen. […] Vom ersten Moment an […] erlaubt dieser Theaterabend, sich dem Humor in all seinen Spielarten, Niveaustufen und Klangfarben hinzugeben. […] In diesen wie in vielen anderen kleinen, zarten Momenten durchbricht Koch die Schenkelklopf-Comedy, zeigt leise den Abgrund hinter dem Klamauk und macht so aus jedem weiteren folgenden Gag einen trotzigen Widerstandsakt gegen die Tragödie des unerträglichen Daseins. […] Wie Wolfram Koch dies in seinem Bühnen-Solo-Fest vollführt, ist kaum zu überbieten.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. Dezember 2025
»All das kam wie eine Hommage der Nachwelt über Daniil Charms, die der religiöse Autor geliebt hätte.«
Frankfurter Rundschau, 23. Dezember 2025
»Die Texte des russischen Autors und Avantgardisten sind sehr geeignet, eine ganze Palette von absurden Situationen, Slapstick oder auch Blödeleien zu entfalten. Wolfram Koch konnte wirklich alle Register ziehen. Es war ein lustiger, etwas überdrehter Abend mit einigem Hintersinn, also besonders etwas für die Fans von Wolfram Koch.«
hr2-Frühkritik, 19. Dezember 2025
Foto: Astrid Karger